Geschichte

 

Gründung

Die Firma Palik Informatik wurde 1990 von Daniel Palik als Einzelfirma gegründet mit dem Ziel, sowohl technische wie auch kommerzielle Software für die verschiedensten Bereiche zu entwickeln.

 

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Zur Person Daniel Palik

Basteln, tüfteln, die Faszination an allem Technischen sind die Tugenden, die mich, seit ich denken kann, begleiten. Dementsprechend sieht auch meine Ausbildungslaufbahn aus:

 

1980 – 1984    Berufslehre als FEAM (Fernmelde- und Elektronikapparatemonteur)

1984                Rekrutenschule als Übermittlungsgerätemechaniker

1985 – 1990    Ingenieurschule Bern HTL Fachrichtung Informatik

1992 – 1993    Ausbildung zum Privatpiloten 

1994 – 1996    Nachdiplomstudium Betriebswirtschaftsingenieur HTL/NDS

2002                Titelumwandelung zum Ingenieur FH

 

 

Erste Erfolgsidee

Als ich die Ingenieurschule besuchte, kamen die ersten portablen PCs auf den Markt. Während die Tischgeräte immer noch mit 5¼“ Diskettenlaufwerken ausgerüstet waren, wurden die portablen bereits mit den kleineren 3½“ Diskettenlaufwerk bestückt. Somit war es nicht möglich, Dateien vom Tisch- zum portablen PC und umgekehrt zu kopieren. Um das Datenaustauschbedürfnis abdecken zu können, musste beim Tischmodell ein zusätzliches 3½“ Diskettenlaufwerk eingebaut werden. Dies war zur damaligen Zeit aufwendig und teuer. Noch teurer waren Netzwerke. So kam ich auf folgende Lösungsidee: alle PCs sind mit mindestens einer RS232 Serialschnittstelle ausgerüstet, um Peripheriegeräte wie Drucker, Maus etc. anzuschliessen. Eine RS232 ist bidirektional, d.h. die Schnittstelle kann lesen und schreiben. Um zwei PCs miteinander zu verbinden, müsste lediglich ein RS232-Kabel installiert werden. Somit fehlte nur noch eine Software, welche Dateien von PC zu PC via RS232 Schnittstelle kopieren konnte. Ich begann mit der Entwicklung der MACH-1 Kommunikationssoftware (auf eigene Rechnung). Um damit Erfolg zu haben, musste der Preis der Software (inkl. Kabel und Handbuch) kleiner sein als die Einbaukosten eines zusätzlichen Diskettenlaufwerkes. Nachdem das Produkt funktionierte, telefonierte ich allen mir bekannten Computergeschäften, um ihnen MACH-1 vorstellen zu können. So kam ich zu den ersten Verkaufserfahrungen. Mit dem Erlös konnte ich meine eigene Computeranlage entscheidend modernisieren.

 

Gründung der Firma Palik Informatik

 

Gründung                     1. April 1990 mit Eintrag ins Handelsregister als Einzelfirma: Palik Informatik Entwicklung von technischer und kommerzieller Software

 

Gründer                       Daniel Palik

 

Form                            Einzelfima

 

Standort                       Schöneggweg 12 / 3007 Bern (Zimmer in Privatwohnung als Büro eingerichtet)

 

Infrastruktur                1 Schreibtisch, 1 PC 286, 1 Laserdrucker

 

Startkapital                   CHF 2’000.-

 

Ursprüngliches Ziel:     Entwicklung einer Menükalkulationssoftware für das Gastgewerbe

 

Zukunftsaussichten

Während des Studiums (Abendschule) war ich in verschiedenen Firmen tätig. Zuletzt wurde ich von einer kleineren Firma via DEC (Digital Equipment Corporation AG) stundenweise an die PTT vermietet. Da ich nach Beendigung dieses Projektes noch keine neue Anstellung in Aussicht hatte, besann ich mich auf meine ursprüngliche Zukunftsidee:...

 

Software für das Gastgewerbe

Ursprünglich wollte ich für das Gastgewerbe eine Software entwickeln, welche nicht nur Menükarten drucken, sondern auch Preise kalkulieren kann. Das heisst, jedes Menü ist mit Rezeptur und Zubereitungszeit erfasst, so dass sich bei einer Preisänderung der Zutaten die betroffenen Menüs automatisch angleichen. In einem Restaurant in Bern konnte ich eine Testversion installieren. Danach ging ich mit dieser Idee zum Wirtsverband, welcher sich aber nicht begeistern liess. 

 

Doch dann ...

 

Der erste Auftrag

Während meiner letzten Anstellung betreute ich ein Projekt der Länggassdruckerei in Bern. Dabei ging es um das rationalisieren des Belichtungsvorganges für Karteikarten, dessen Daten auf einem WANG-Computer gepflegt wurden. Dazu musste eine Software entwickelt werden, welche die Daten in ein Format umwandeln konnte, welches von moderneren, vektororientierten Belichtungsgeräten verarbeitet werden konnte. Die Länggassdruckerei wollte die Software nachträglich noch um einige Funktionen erweitern, wozu sie sich direkt an mich wandte.

 

P-Office, die Software für das Maler- und Gipsergewerbe

Ebenfalls beim letzten Arbeitgeber hatte ich das Projekt Infostar betreut. Im wesentlichen ging es darum, erstmals eine Auftragsbearbeitungssoftware für Personalcomputer (DOS) für das Maler- und Gipsergewerbe zu entwickeln und zu betreuen. Infostar sollte die bekannte Infoplus-Branchensoftware (damals die einzige Verbandslösung), welche aber nur auf dem teuren WANG OIS System lief, ersetzen und somit für finanziell weniger starke KMU ’s erschwinglich werden.

Da nach Ablauf meines Arbeitsverhältnisses dieses Projekt nicht weiterverfolgt wurde, suchten betroffene Kunden den Weg direkt zu mir. Die bestehende Software durfte ich zwar, aus urheberrechtlichen Gründen, nicht betreuen, habe aber angeboten, diese neu zu entwickeln, sofern genügend Kunden mithelfen würden, diese zu finanzieren. Dies war denn auch der Fall, was mir den Einstieg in dieses Marktsegment gab. Später folgten Zertifizierungen der Software, um beim Verband in die Liste der empfohlenen Softwarehäuser aufgenommen zu werden. Mit dem bekannt werden der P-Office-Software gelangte ich an immer grössere Kunden mit entsprechendem Einfluss bei regionalen Fachverbänden. So lernte ich denn auch den damaligen Geschäftsleiter des Aargauischen Maler- und Gipsermeisterverbandes, Herrn Peter Oswald,  kennen, welcher für seine Verbandsmitglieder eine brauchbare Branchensoftware suchte. Nach ein paar Sitzungen und Vergleichen mit Konkurrenzprodukten fielen die Würfel zu meinen Gunsten. Den Vertrieb der P-Office Software organisierte er über die P. Oswald GmbH. Herr Oswald blieb lange Zeit mein wichtigster Vertriebspartner.

 

Weiterer Personen, welche mir den Einstieg in diese Branche ermöglicht haben:

 

Hanspeter Schöchli   Malergeschäft Schöchli in Elgg und Frauenfeld

Willi Egg                      Egg AG,  Maler- und Gipsergeschäft in Rämismühle

Beni Schmocker         damals Maler Zünd in Baden, heute Meier Schmocker AG

Peter Oswald              P. Oswald GmbH in Gipf-Oberfrick

 

 

Vielen Dank den mutigen Herren.

 

 

 

Weitere Meilensteine:

 

1992: EKP Shell-ASEOL AG

Ein weiteres Projekt, das ich während des Entstehens von P-Office bearbeitet habe, war die Entwicklung einer Einkaufssoftware für die heutige Shell-ASEOL AG. Dieses Projekt beanspruchte ca. 8 Mannmonate und half mir, die Weiterentwicklung von P-Office zu finanzieren.

 

1994: Beginn Nachdiplomstudium  (Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre) an der ISBE in Bern

 

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1995: CRB Zertifizierung NPK Bau / SIA451

Die Leute vom Bau kennen ihn bestens, den NPK (Normpositionenkatalog). Nachdem der SMGV sich entschieden hat, künftig den Verbandskatalog nach den Regeln des NPK herauszugeben, schien es mir unumgänglich, P-Office entsprechend zu erweitern und anzupassen. Bis P-Office alle Anforderungen des CRB und SMGV erfüllte und somit die Zertifizierung erhielt, dauerte es ca. 2 Jahre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1995: Beginn Entwicklung Windows-Version

Die P-Office-Branchensoftware war bis zu diesem Zeitpunkt ein auf dem Betriebssystem DOS basierendes Programm. Bei Verkaufsgesprächen wurde die Nachfrage nach dem angekündigten Windows 95 immer stärker, und da P-Office unter Windows 95 nur innerhalb eines DOS-Fensters lauffähig  war, drängte sich eine Windows-konforme Version auf. Eine DOS-Software kann nicht einfach so in eine Windows-Software umgeschrieben werden, sie muss neu entwickelt werden. Lediglich die Analyse, das Design und die Erfahrungen können als Vorsprung in eine neue Version mitgenommen werden. Um den enormen Zeitaufwand für die Neuentwicklung reduzieren zu können, suchte ich zur Unterstützung einen Programmierer. Im Sommer 1995 konnte ich Herrn Yves Langisch (damals Informatikstudent an der ETH Zürich) als freien Mitarbeiter gewinnen, so dass wir bis zum Sommer 1996 die wichtigsten Programmmodule fertig stellen konnten.

 

1996: Ende Nachdiplomstudium

Als Thema für die bevorstehende Diplomarbeit drängte sich die aktuelle Situation geradezu auf:

 

Erarbeiten eines Businessplanes für die Branchensoftware P-Office (Baunebengewerbe) für die Firma Palik Informatik.

 

In der Ausgabe 23-24 (1996) der applica, Zeitschrift für das Maler- und Gipsergewerbe, erscheint folgender Bericht:

 

Erlebnisbericht eines kritischen EDV-Anwenders

gramm mit seinen sieben Modulen (die allesamt ein­zeln erhältlich sind) noch bedienerfreundlicher und leistungsfähiger machen. Hier Beispiele dazu:

•Alle Daten,  bei  denen  es

«Alter Wein in neuen Schläuchen» wagt man  oft zu sagen, wenn ein Software- Hersteller sein  Programm in einer neuen, zeitgemässen Program­miersprache ankündet. Im Falle von P-Office trifft dies allerdings nicht zu, denn die verschiedenen Pro­gramm-Module wurden vollständig neu überar­beitet, währenddem sie auf die 32-Bit Architektur umge­schrieben wurden, Somit verfügt P-Office ab sofort über eine Version, die alle Vorteile der Windows- Umgebung unterstützt. So­wohl Windows 3.11, Win­dows 95 und Windows NT. Seit 1990 arbeiten wir zum einen in unserem 60-Mann-Betrieb mit einer Netzwerkversion (5 Arbeits­plätze) und zum andern in einer Tochterfirma (3 Mann) mit einer Einplatzversion. Als äusserst kritischer EDV-Anwender haben wir an dem Entwicklungs­prozess von P-Office intensiv teilgenommen. Die Firma Palik Informatik hat es hervorragend verstanden,

zusammen mit   einer Anwender - ERFA, die Bedürfnisse und Wünsche der Handwerker (vor allem Maler) über all die Jahre in ihr Programm einfliessen zu lassen, um so ihre Pro­gramm - Module laufend zu verbessern. Dass dabei natürlich nicht der hinterste und letzte Individualwunsch berücksichtigt werden konnte, versteht sich wohl von selbst - und trotzdem ist es für den Wunsch­formulierenden oft schwer zu verstehen, dass ausge­rechnet sein Bedürfnis nicht von allgemeinem Interesse ist (das mussten auch wir lernen, zu verstehen ... ).

 

 

 

 

 

Der «Wurf 1996»

Bereits mit dem ersten Auf­tritt setzte die Firma Palik Informatik 1990 neue Dimensionen und Mass­stäbe für branchenbezoge­ne EDV-Pro­gramme im Maler- und Gipsergewerbe. Allerdings traute man dem Jungunternehmer        Palik

nicht so recht und stand  ihm oft misstrauisch gegenüber. Doch dieser war von seinem Produkt derart überzeugt, dass er nach und nach mehr Kunden an Land zog. Und heute darf er über 80 zufriedene Anwender zu seinem Kundenstamm zählen. In all den Jahren hat ihm lediglich ein Anwender den Rücken zugekehrt.

Heute nun - nach sechs Jahren - gehört die Firma Palik Informatik wiederum zu den ersten EDV-Herstellern, dessen Programme die Windows-Umgebung optimal ausnüt­zen. Weil sämtliche Module im eigenen Haus entwickelt werden, kennt das Programm keine Schnittstellenprobleme oder Abstürze bei Daten­konvertierungen auf höhere Versionen. Zudem kann das System optimiert und auf Kundenanregungen flexibel eingegangen werden. Wie bereits oben erwähnt, kommt die neuste P-Office Version nicht nur in einem neuen Kleid daher, sondern mit  unzähligen Neuerungen, die das Pro­

Sinn macht, können in win­dowsfähige Programme wie beispielsweise Word, Excel oder Access über­nommen werden.

• Offerten, Fakturen, usw. erscheinen auf dem Bild­schirm 1:1 wie auf dem Drucker (inkl. allen grafi­schen Elementen).

 

Mit diesem Bericht wollen wir nichts anderes, als all denen, die entweder kurz vor einer EDV-Entscheidung stehen oder aber mit der bisherigen Lösung nicht zufrieden sind, einen Wink geben, sich dieses Programm un­bedingt anzuschauen. Ob Sie mit oder ohne P-Office arbeiten, ist uns eigentlich egal- Wichtig ist, dass Sie mit Ihrer getroffenen Wahl ebenfalls über Jahre hinaus zufrieden sind und dass das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmt. Wir sind es - und bei uns stimmt es!

 

 

 

 

B. Schmocker

Maier Zünd & Co.

 

 

Zum erste mal wird P-Office an einem eigenen Stand vorgestellt. Nach der Swissbau erkundigte sich der SMGV bei den Ausstellern nach dem Nutzen und der Effektivität. Ich beklagte mich, dass das Publikum vorwiegend aus Planern und Eigenheimbauern bestünde, mein Angebot sei aber für Unternehmer im Baunebengewerbe, vorwiegend eben für Maler- und Gipsergeschäfte. Offensichtlich hatten andere Aussteller ähnliche Erfahrungen gemacht, und so kam man zur Erkenntnis, dass es eigens für die Bedürfnisse der Maler und Gipser eine Ausstellung geben müsste. So entstand unter der Leitung des SMGV ein Patronatskomitee mit dem Zwecke der Durchführung einer Fachmesse für Maler und Gipser, und ich durfte als Mitglied von der ersten Stunde an mit dabei sein.  Nach einigen Sitzungen war die appli-tech geboren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Januar 2000:

Zum ersten mal findet die appli-tech in Luzern bei der LUMAG statt. Selbstverständlich habe auch ich mit meinen Partnern an der Messe die P-Office - Branchensoftware vorgestellt.

 

 

2002 SwissIsol

P-Office wird erweitert, so dass die Auftragsbearbeitung den Anforderungen für Isolierfirmen gerecht wird.

 

 

Januar 2003

Zum zweiten Mal findet die appli-tech in Luzern bei der LUMAG statt. P-Office ist selbstverständlich wieder mit dabei.

 

appli-tech Logo

 

 

September 2003

Bezug der neuen Geschäftsräumlichkeiten in Murten

 

 

2004 VIAM Schnittstelle

P-Office hat als erste allumfassende Branchensoftware die VIAM-Schnittstelle integriert.  (VIAM = Verfahren für integriertes Auftrags- Management)

 

 

VIAM Logo 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2005 P-Office Logo

P-Office bekommt ein neues Logo:

 

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2006 P-Office wird   zertifiziert    

 

 

… und so sieht dieses Zertifikat aus:

 

swissdecZertifikat 20%

 

 

Dezember 2006: Auf der Homepage der von swiss-dec erscheint folgende Mitteilung:

 

 

News Archiv

07.12.2006
Erste produktive Übermittlung eingetroffen

Es ist soweit. Am Nachmittag des 7.12.06 hat die erste produktive Daten-Übermittlung aus einer swissdec-zertifizierten Lohnbuchhaltung stattgefunden. Alle angeschlossenen Institutionen wurden via Distributor erfolgreich beliefert, wobei folgende Daten zur Übermittlung bereit waren:

·         UVG

·         UVGZ

·         Krankentaggeld (KTG)

·         Stukturerhebung (Bundesamt für Statistik)

·         Lohnausweis (Steuerverwaltung)

Die übermittelten Daten konnten vom Absender nachträglich noch erfolgreich ergänzt und anschliessend definitiv freigegeben werden.

 

 

Ich bin stolz darauf, sagen zu dürfen, dass diese Übermittlung mit (meinem Kind) P-Office ausgeführt wurde.